Vorteile der Präqualifizierung

Die Leistungserbringer von Hilfsmitteln mußten bisher vor jedem Vertragsabschluss ihre Eignung, d.h. Fachkunde und Leistungsfähigkeit gesondert nachweisen. Wenn auch durch die bis zum 30.6.2010 geltende Übergangsregelung stark gemildert, so ist doch offensichtlich, dass die gesonderten Nachweise in erheblichem Umfang Kosten bei den Leistungserbringern entstehen lassen.

Als Alternative zu den Einzelprüfungen hat der Gesetzgeber das Präqualifizierungssystem eingeführt, bei dem die Leistungserbringer ihre Eignung generell nachweisen können.

Hat der Leistungerbringer seine Eignung gegenüber der Präqualifizierungsstelle nachgewiesen, hat er sie gegenüber allen gesetzlichen Krankenkassen nachgewiesen. Eine Eignungsprüfung vor jedem Vertragsabschluss ist dann nicht mehr erforderlich.

Die Vorteile in der Zusammenfassung (GKV-Spitzenverband)

  • Einzelfallprüfungen zur Feststellung der Eignung entfallen, wenn die Leistungserbringer ein Präqualifizierungsverfahren erfolgreich durchlaufen und eine entsprechende Bestätigung erhalten haben. 
  • Der zeitliche, administrative und finanzielle Aufwand für die Eignungsprüfungen wird auf ein Minimum reduziert, ohne dass die Qualität herabgesetzt wird.
  • Die Präqualifizierungsbestätigungen sind von allen Krankenkassen anzuerkennen.
  • Die Präqualifizierungsbestätigungen behalten grundsätzlich fünf Jahre Gültigkeit, so dass in dieser Zeit lediglich ein Antragsverfahren auf Feststellung der Eignung absolviert werden muss.
  • Die Präqualifizierungsstellen unterliegen der Überwachung durch den GKV-Spitzenverband, der dabei durch einen Beirat unterstützt wird. Dies garantiert gleichförmige Verfahren.
  • Das Nichtzustandekommen von Verträgen allein aufgrund fehlender Eignungsnachweise wird vermieden.
  • Die Krankenkassen erhalten vom GKV-Spitzenverband jeweils aktuelle Übersichten über die präqualifizierten Leistungserbringer, so dass die Ergebnisse der Präqualifizierungsverfahren zeitnah und ohne weiteren Aufwand im Vertragsgeschäft berücksichtigt werden können; dies ist insbesondere vorteilhaft im Falle von Einzelvereinbarungen nach § 127 Abs. 3 SGB V.