Das Präqualifizierungsverfahren spart Kosten

Vertragspartner der Krankenkasse können nur Leistungserbringer sein, welche die Voraussetzungen für eine ausreichende, zweckmäßige und funktionsgerechte Herstellung, Abgabe und Anpassung der Hilfsmittel erfüllen. Diese Eignung der Leistungerbringer haben die Krankenkassen vor Vertragsabschluss oder Abgabe der Hilfsmittel sicherzustellen.

Aufgrund dieser Forderung hat der GKV-Spitzenverband mit den Spitzenverbänden der Leistungserbringer eine Vereinbarung über die Einführung eines Präqualifizierungsverfahrens getroffen (29.3.2010). Das Verfahren soll insbesondere die Einzelprüfungen vermeiden.

Das Präqualifizierungsverfahren dient dazu, die Leistungserbringer auf ihre grundsätzliche Eignung zur Erbringung bestimmter Versorgungen zu prüfen und hierüber eine Bescheinigung, die Bestätigung zu erteilen.

Die Bestätigung ist Voraussetzung, um als Vertragspartner der Krankenkassen in Betracht gezogen zu werden, führt aber nicht automatisch zum Vertrag.

Um eine einheitliche Anwendung des Präqualifizierungsverfahrens sicherzustellen, hat der GKV-Spitzenverband am 18.10.2010 Empfehlungen für die einheitliche Anwendung herausgegeben. Das Regelwerk ist aufgeteilt in die Bereiche

  • Erfüllung der Anforderungen
  • Bestandsschutzregelung
  • Vertriebswege
  • Versorgungsbereiche / Versorgungsteilbereiche
  • Betriebsbegehungen

Die Präqualifizierungsstellen unterliegen der Überwachung durch den GKV-Spitzenverband. Alle Krankenkassen erhalten vom GKV-Spitzenverband jeweils aktuelle Übersichten über die präqualifizierten Leistungserbringer, so dass die Ergebnisse der Präqualifizierungsverfahren zeitnah im Vertragsgeschäft berücksichtigt werden können